Der deutsche Fußball befindet sich seit Götze und Co im Wandel. Dem Frauenfußball droht die Kommerzialisierung. Die Premier League ist und bleibt die reichste Liga der Welt und Franz Beckenbauer taugt nicht zum Aufklärer – der Blick in die Gazetten.

Gazettenblick

Foto: eckball magazin

Eine Kultur im Wandel

Die Zeiten, in denen ein Lothar Matthäus im hohen Alter die Kohlen für die DFB-Elf aus dem Feuer holen sollte, sind vorbei. Jogi Löw kann aus dem jugendlichen Vollen schöpfen – mehr als ein Bundestrainer vor ihm. Die Jungen spielen Fußball mit einer Technik, die es bis dato in Deutschland nicht gab. Christof Kneer fragt in der SZ: Droht dem deutschen Fußball deshalb ein Kulturwandel?

 

Barbie? Nein, Danke!

Bernd Schröder ist Trainer von Turbine Potsdam. Im Interview mit der Zeit warnt er vor der Kommerzialisierung des Frauenfußballs. „Der Frauenfußball wird zu selten sachlich beurteilt. Er wird zum Event und produziert Pseudostars. Wir aber brauchen Persönlichkeiten, keine Barbie-Puppen. Im Männerfußball haben wir schon das Maß verloren.“

 

Gold Britannien

Die Premier League eilt den europäischen Topligen weiter davon. Nirgends ist mehr Geld im Spiel als auf der Insel. Marcus Theurer schreibt in der FAZ aber auch von den Gefahren: „Die größte Herausforderung bleibt, für mehr Kostenkontrolle, vor allem bei Spielergehältern und Transfergeldern, zu sorgen.“

 

Stummer Franz

Wer wusste über die Korruption bei der FIFA Bescheid? Sylvia Schenk von Transparency International sieht auf SPIEGEL ONLINE zumindest in Franz Beckbauer nicht den großen Aufklärer: „Bei aller Liebe, Beckenbauer hat vier Jahre in der Fifa den Mund nicht aufbekommen, da habe ich jetzt Zweifel. Er hat die Situation mit zu verantworten. Wer vier Jahre in einem Exekutivkomitee sitzt und da passiert so ein Chaos, kann jetzt nicht nur sagen: Blatter ist schuld, ich kann nichts dafür.“