Das Ausscheiden der deutschen Fußball-Damen ist besiegelt. Schuld daran ist auch die Bundestrainerin. Die Niederlage zeigt aber, dass der Frauenfußball unberechenbarer geworden ist. Harald Martenstein wittert in der WM eine große Diskriminierung. Und die TSG 1899 Hoffenheim sucht neuen Schwung – der Blick in die Gazetten.

Herrschaftlich ausgeschieden

Foto: eckball magazin

Oben wird es eng

Natürlich ist die Niederlage der deutschen Damen ein Nackenschlag für alle, die den WM-Titel fest eingeplant haben. Dieses Ergebnis ist aber vor allem ein Gewinn für den Frauenfußball, kommentiert die TAZ. „Denn Fußball ist auch: Wenn man nicht weiß, wie das Spiel ausgeht. Der Frauenfußball ist unberechenbarer geworden.“

 

Herrschaftlich ausgeschieden

Traurig und ratlos. Das war die Reaktion der Spielerinnen der deutschen Elf nach der 0:1-Niederlage gegen Japan. Einzig abgeklärt wirkte die Trainerin Silvia Neid. Und diese Haltung ist der entscheidende Fehler, kommentiert Carsten Eberts in der SZ.

 

Hamburger Hoffnungsträger

In Hoffenheim war in der vergangenen Saison wenig von einer goldenen Zukunft zu sehen. Eher trist und grau präsentierte sich die TSG von 1899. Keinen Glamour sondern neue Leidenschaft soll der neue Trainer und Ex-Paulianer Holger Stanislawski zusammen mit André Trulsen erzeugen. Tobias Schächter wirft in der Frankfurter Rundschau einen Blick auf den Neuanfang.

 

Die Angst vor der Ehrlichkeit

Darf man Frauenfußball langweilig finden? Ist es ein moralisches Foul zu sagen: Das ist gruseliges Gekicke? Harald Martenstein setzt sich in der Zeit mit diesen Fragen auseinander und kommt zu einer besonderen Erkenntnis: „Die Frauen-Fußball-WM (…) ist die schlimmste Frauendiskriminierung, die ich seit Konrad Adenauer erlebt habe.“