KW 13: Borussia Dortmund schlägt Hannover 96 und schafft einen entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft. Besonders ein Spieler sticht heraus: Mario Götze. José Mourinho muss die erste Heimniederlage nach gefühlten 100 Jahren einstecken, Wayne Rooney beleidigt die Zuschauer und Jens Lehmann zeigt sich von seiner ruhigen Seite – der Blick in die Gazetten

Foto: eckball club magazin

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Lionel Götze

Bei Rückständen müssen die gestandenen Spieler das Heft in die Hand nehmen und das Ruder herum reißen. Nach der Führung am Samstag für Hannover 96 gegen Borussia Dortmund trat der Jüngste auf den Plan, tanzte vier Gegenspieler aus, traf und zeigte beim Jubel wahre Größe. Unter seinem Trikot trug er ein Shirt mit der Nummer 17, der Zahl von Dede. Der Jüngste huldigte dem ältesten Dortmunder Profi. Diese Geste fand Gefallen bei den Verantwortlichen der Schwarz-Gelben. Mit Unmut beurteilen sie allerdings den Hype um ihren Spieler: „Uns ist schon bewusst, dass das ein super Junge ist, aber es wäre uns sehr, sehr recht, wenn sich die Medien im Interesse des Fußballs und im Interesse der Entwicklung beherrschen würden bei der Einschätzung solcher Dinge.“ Daniel Theweleit wirft in der TAZ einen genauen Blick auf das Talent.

 

Er kann doch verlieren

Es war die erste Heimniederlage nach über neun Jahren für José Mourinho. Das 0:1 gegen Sporting Gijón bedeutete erst die zweite Heimpleite überhaupt für Mourinho. Nach dem Spiel zeigte der Trainer Größe, ging in die Kabine der Gäste und gratulierte persönlich. Und das trotz eines pikanten Vorspiels. Nach dem Hinspiel hätte es fast eine Schlägerei gegeben, wie Javier Cáceres in der Süddeutschen Zeitung anmerkt.

 

F… You, Pöbelzocker

Gibt es einen englischeren Fußballer als Wayne Rooney? Beim Spiel von West Ham United gegen Manchester United dreht er fast im Alleingang die 2:0-Führung der Hausherren in ein 4:2 für Manchester. Seinen Jubel garnierte er mit ein paar Beleidigungen für die Zuschauer und muss sich mal wieder rechtfertigen. „Ich möchte mich für jede Art von Beleidigung entschuldigen, die durch meinen Torjubel ausgelöst worden sein könnte, besonders bei Eltern oder Kindern, die zusahen.“ Christian Eichler von der Frankfurter Allgemeinen weiß aber, dass er nicht der einzige Unhold im rauen Fußball ist.

 

Mann gegen Mann

Am Sonntag trafen nicht der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt aufeinander, sondern Felix Magath auf Christoph Daum. Das Spiel endete salomonisch 1:1. Es ist nicht das erste Spiel in der großen Fußballwelt, bei dem die Übungsleiter wichtiger als die Herren auf dem Platz waren. An die größten Duelle erinnert sich Sven Goldmann im Tagesspiegel. Im Ring: Sir Alex Ferguson vs. Arsène Wenger und Christoph Daum vs. Jupp Heynckes.

 

Die Leichtigkeit des Alters

Jens Lehmann ist aus dem Ruhestand zurückgekehrt. Im Interview mit Christof Siemes für die Zeit erklärt der Fänger, dass ihn Arsène Wenger nicht lange überreden musste. „Arsène Wenger hat angerufen und gefragt, ob ich kommen könnte. Und da habe ich gesagt: Ja, klar, kann ich. Das ist noch einmal eine schöne Erfahrung für acht Wochen.“ Überraschend zurückhaltend geht er auf die Frage ein, ob er den Kampf um die Nummer Eins mit Manuel Almunia ausfechten möchte. „Als ich kam, habe ich ihm gleich gesagt, dass ich diesmal da bin, um ihn zu unterstützen.“ Sicherlich eine beruhigende Situation für den Spanier.